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Wir haben Herr Horst Wiedemann befragt, der Deutschlektor bei dem humanistischen
Gymnasium „ Lodovico Antonio Muratori „ in Modena ist. Er ist 1980 nach Italien
gekommen aus sentimentalen Gründen, weil er damals eine italienische Partnerin hatte.
Sie haben 3 Jahre in Berlin gelebt und dann sind sie nach Bologna gefahren.
Bevor zog er in Italien, hatte er schon einige Urlaubsaufenthalten hier getan, z.B. nach dem
Abitur hatte er mit dem Motorrad eine lange Fahrt in Italien gemacht.
Am Anfang seines Lebens in Italien hatte er Schwierigkeit, um mit seiner Ausbildung
als Sozialpädagoge vernünftige Stellen zu finden. Also hat er nur Teilzeitarbeit im Sprachbereit
gemacht, manchmal als Übersetzer und manchmal als Deutschlehrer. Dann, nach 5 Jahren, hat er
eine Vollzeitstelle in einer Kooperative als Erzieher gefunden. Es war eine anstrengende Erfahrung
aber waren seine Erwartungen im Sozialbereich dagegen erfüllt.
Von Italien liebt er die Lebensart, d.h. Essen, Kultur, Reisen und Landschaft, die Flexibilität
italienischer Mentalität und die ästhetische Sensibilität der Leute. Im Gegensatz stört er an Italien
die staatliche Organisation und die Sozialsituation. Nämlich ist es schwierig bestimmte Positionen
zu erreichen, weil man immer die richtige Leute kennen muss, und dann werden die Reichen
immer mehr reichen und die Armen werden mehr armen. Daher schätzt er die Klarheit und
Transparenz Deutschlands und sein Versuch neue Alternativen für die Energiepolitik zu
entwickeln. Außerdem hat Deutschland das Feudalsystem ( das in gemeinsam mit Italien hatte )
überschritt, während in Italien gibt es noch viele fastfeudalen Strukturen.
An der Frage: „ Welche komischen oder irritierenden Situationen haben Sie erlebt? „ hat Herr
Wiedemann antwortet, dass er einige lustige Situationen gelebt hat, z. B. seine italienischen
Freunde tun sich schwer zu laufen und zu sprechen: wenn sie laufen, laufen sie nur, wenn sie
Sprechen bleiben sie stehen und laufen sie nicht. Oder nach Abendessen zusammen
verabschieden sich die Gäste und sie gehen zur Tür, aber das dauert eine Stunde, weil immer
man einen Schritt tun und dann redet man wieder.
Am Ende haben wir ihm gefragt was er von Deutschland vermisst und er hat gesagt, dass er
manchmal das deutsche Frühstuck vermisse, aber auch das Kaffee am Nachmittag und die
Wanderwege, wo man für viele Km ohne Auto in der Natur spazieren gehen kann.
Trotzdem wird er in Italien bleiben, weil er viele persönliche Bildungen hier hat und es wäre
schwierig eine neue Existenz zu gründen.
Persönlich, haben wir dieses Projekt sehr interessant und angenehm gefunden. Es ist eine
alternative Weise gewesen, um die deutsche Kultur und Mentalität kennen zu lernen und Italien
aus einer anderen Perspektive zu schauen.
Sara Grisolini und Sarah Leone
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